Menschenhandel

Menschenhandel und illegaler Organhandel

Folgen des materialistisch-wissenschaftlichen Glaubenssystem

Das Denken, "Ich bin der Körper und ohne ihn bin ich nichts weiter als ein paar in der Welt zerstreute Atome", führt in unserer Gesellschaft dazu, dass sehr viele Menschen nur noch ein Ziel kennen:
Den Körper vor seinem Tod zu beschützen.

Unsere hochtechnisierte Medizin verfolgt nur ein Ziel: Das Sterben solange wie möglich hinauszuzögern.
Aber wenn es in erster Linie nur darum geht, die Existenz des Körpers um ein paar Jahre zu verlängern, weil man glaubt, mit dem Tod sei alles vorbei, dann verliert die Menschlichkeit sehr stark an Gewicht.
Genuss (Konsum) und Geld (Macht) bestimmt dann das Werte-Empfinden. So ist es im 21. Jahrhundert immer noch möglich, dass Organhandel, Frauen- und Kinderhandel (oft in Verbindung mit erzwungener Prostitution) ein weltweites Problem darstellt, sei es in Asien, Europa, Amerika usw.

SAO PAULO - Fahnder haben in Brasilien einen internationalen Kinderhändlerring ausgehoben. In verschiedenen Städten wurden 15 Verdächtige verhaftet. Wie Medien unter Berufung auf die Bundespolizei gestern berichteten, ging den Ermittlern bei der "Operation Storch" auch ein Polizist ins Netz. Die Kinder seien für bis zu 18'000 Franken (ca. 11'500 €) verkauft worden, hiess es. Die Bande brachte die Kinder etwa in die USA, wo sie für Adoptionen, Organhandel und Prostitution missbraucht wurden. Es habe mindestens 100 Opfer gegeben. (09.02.2006)

Das verrückte an solchen Nachrichten sind 2 Dinge:

  1. Es gibt Verbrecher, die in einem Kind nur Geld sehen. Seien dies ihre Organe (was meist einen Mord mit einschließt) oder einfach ihre Körper, die für sexuelle Ausbeutung oder verzerrte Elternliebe (Adoption über nicht staatlich kontrollierte Kanäle) hinhalten müssen.
  2. Es gibt "Konsumenten": z.B. Ärzte, die für Geld Kindern ihre Organe herausoperieren, um kapitalkräftigen Leuten ihr Leben etwas zu verlängern oder andere zweibeinige Tiere (ich möchte zwar kein Tier beleidigen), die solchen Kindern durch Prostitution oder Zwangsadoption die Hölle auf Erden bereiten.

Es sind krasse Beispiele, wie beispielsweise der Frauenhändlerring, der Ende März 2006 in Bern gefasst wurde. Mit Gewalt und Essensentzug wurden südamerikanische Frauen zur Prostitution gezwungen, 18 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche. Doch es sind gerade solch krasse Beispiele, welche auf ein tieferliegendes gesellschaftliches Problem hindeuten, wie die Spitze eines Eisberges.

Wir nennen uns zivilisiert, doch unter der Oberfläche glatt gebügelter Anzüge köchelt das Feuer blutrünstiger Bestien. Wir fühlen uns als wissenschaftlich gebildete Menschen. So mancher blickt gönnerhaft auf gläubige Buddhisten oder Hindus hinunter. Und viele belächeln ihren Glauben an Reinkarnation und Karma. So wundert es nicht, dass viele westliche Menschen mit Inbrunst an die geistige Überlegenheit theoretischer Modelle der Wissenschaft glaubt. Im Fernsehen zeigt man uns perfekte Computeranimationen des Urknalls, begleitet von Kommentaren, die keinen Zweifel aufkommen lassen, wie das Universum entstanden ist. Und von dort aus brauchte es nur noch das unglaubliche Glück von ein paar großartigen Zufällen...

Doch was sind die konsequent durchdachten geistigen Auswirkungen dieses Glaubens an unbeweisbare Theorien?


Folgen des Glaubens an Urknall- und Evolutionstheorie

  1. Jeder Mensch, der sich geschickt der weltlichen Gerichtsbarkeit entziehen kann, ist ein Sieger, der erfolgreiche Typ, dem nachzueifern sich bereits viele entschlossen haben. Diese Rolle wird ja bereits seit Jahren mit Erfolg durch sympathische SchauspielerInnen vorgestellt.
  2. Verbrechen ist nur schlimm, wenn man sich erwischen lässt. Andere Konsequenzen als durch die Staatsgewalt, welche vielerorts auf der Welt "korrumpiert" werden kann, ist nicht zu befürchten. Eine Philosophie, welche zum trickreichen Verbrechertum animiert.
  3. Diese angeblich moralisch so überlegene 'Philosophie' gibt nicht den geringsten Anlass, den persönlichen Egoismus zu kontrollieren und in gesellschaftlich nützliche Bahnen zu lenken.
  4. Mit der Zufalls-Theorie geht gleichzeitig auch das Verständnis einher, mit dem physischen Tod sei alles endgültig zu Ende. So wird eine Philosophie konstruiert, welche die schlimmsten Gräueltaten an Tier und Natur zu rechtfertigen versucht (z.B. Tierversuche; Zerstörung des Regenwaldes, inkl. Vertreibung indigener Völker; die Meere als Abfallhalden zu benutzen; u.a.), nur um das menschliche Leben zu verlängern, angenehmer zu gestalten oder einfach nur um mehr Geld anzuhäufen.
  5. Es gibt kein höheres Ziel, als ein erfolgreicher Geniesser des Lebens zu werden, jemand, der es versteht, möglichst andere Leute in seinen Diensten (für Genuss und Profit) arbeiten zu lassen.
  6. Die Zufalls-Philosophie bietet keinen unmittelbaren Anreiz, sich gegenüber anderen und auch sich selbst verantwortlich zu fühlen.

Diesen Tendenzen können nur menschliche Gefühle, welche zu Humanismus etc. führen, entgegenwirken. Diese guten Tendenzen werden jedoch nicht unmittelbar von der pseudo-wissenschaftlichen Zufalls-Lehre angeregt. In diesem Denkgebäude gibt es keinen logischen oder philosophischem Anreiz, sich für seine Mitmenschen, die Tiere und die Umwelt verantwortlich zu fühlen. In den westlichen Ländern kommt die humanistische Tendenz sicherlich noch aus einer Prägung durch die christliche Kultur. Leider haben es die grossen Kirchen verpasst, Tiere und Umwelt in ihre Fürsorge miteinzuschliessen. Mit fatalen Folgen, auch für den Menschen.

Doch was wären die konsequent durchdachten Folgen des Glaubens an Karma und Reinkarnation?


Folgen des Glaubens an Karma und Reinkarnation

  1. Jeder Mensch wird durch die Karma-Lehre (siehe auch Karma-FAQ) ermutigt, sich nicht zu Betrügereien oder Verbrechen hinreißen zu lassen, weil er glaubt und theoretisch versteht, dass ähnliches Elend in Zukunft ihn selbst treffen wird. Es besteht daher ein grosser Anreiz, das eigene Handeln durch die Intelligenz zu kontrollieren oder sich zumindest darin stark zu bemühen.
  2. Jeder Mensch wird ermutigt, anderen Menschen, Tieren und auch der Natur zu helfen oder zumindest ihnen keinen Schaden zuzufügen. Je mehr Gutes man anderen tut, umso mehr Gutes wird als Reaktion zukünftig erlebt werden.
    So hat selbst der grösste Egozentriker einen guten Grund, sich auf individueller und gesellschaftlicher Ebene nützlich zu machen, Gutes zu tun, vorhandenes Leid (z.B. Armut und seine Folgen, Gewalt oder deren Auswirkungen usw.) entsprechend persönlicher Möglichkeiten zu lindern oder zu beseitigen.
  3. Durch den Glauben und das intellektuelle Verstehen der Karma-Lehre, wird die Ursache für Leid nicht ständig ausserhalb von sich selbst gesucht (mit Schuldzuweisung an andere). Man versteht theoretisch: Ich bin immer persönlich der Verursacher, der nun die Früchte (Freude und Leid) der vergangenen Taten ernten muss. Mit diesem Denken erwirbt man die Befähigung, den 'Überbringern/Auslösern' von leidvollen Reaktion zu verzeihen. Da man versteht, dass der leidverursachende Mensch (der Überbringer des eigenen Karmas) mit seinem gegenwärtigen Tun die Saat für sein eigenes zukünftiges Leid gestreut hat, könnte man sogar Mitleid fühlen.
  4. Dieser philosophische Anreiz, zu verzeihen, besitzt das Potenzial, viele kleine oder grosse Konflikte und deren Gewaltspirale zu verhindern oder zu durchbrechen und somit die Kraft, gute, liebende und freudvolle Aktionen und Reaktionen in Bewegung zu setzen.

Wer jetzt glaubt, ich sei ein Feind der Wissenschaft oder ein Feind wirtschaftlicher Entwicklung, irrt gewaltig. Beide können mithelfen, unseren Körper, die Natur und das Universum besser zu verstehen. Sie sind aber nicht in der Lage, das innere spirituelle Bedürfnis zu befriedigen und sie sollten sich auch nicht verselbstständigen und nur ihrem Eigeninteresse folgen, wie das momentan im Bereich der Wirtschaft zu beobachten ist.
Die Wirtschaft und die Wissenschaft braucht daher klare Leitlinien, damit sie nicht vergessen, was ihre wirkliche Pflicht ist: dem Wohl des gesamten Planeten zu dienen. Um diesen Auftrag sicherzustellen, braucht es ein System von Intellektuellen und Politikern, welches gewährleistet, dass ihre Mitglieder lebenslang keinen privaten Nutzen aus wissenschaftlicher Forschung oder Wirtschaft ziehen können (z.B. durch Verwaltungsratsmandate).

Das Studium und tiefe Verständnis der Karma- und Reinkarnationslehre wäre in diesem Fall ganz besonders für die Intellektuellen hilfreich, da sie auch als Ratgeber in der Politik und Wirtschaft tätig sind, die wiederum die nötigen Leitlinien für Politik, Wirtschaft und Forschung erarbeiten.