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Der heilige Name Gottes
Der heilige Name Gottes ist für das gegenwärtige Zeitalter (Kali-Yuga) von ganz besonderer Bedeutung. harer nama harer nama harer namaiva kevalam Die Erhabenheit und Kraft des heiligen Namens Eines Tages brach Krishnadasa sein langes Schweigen und stellte im Hause von Kashi Mishra Shri Chaitanya eine Frage: Shri Chaitanya antwortete: Sünden werden vergeben - Karma wird zerstört "Eine dem heiligen Namen innewohnende Charakteristik ist, dass er alle Sünden zerstört. Höre zuerst die verschiedenen autoritativen Schlussfolgerungen zu diesem Thema. Beachte Ajamila, das Beispiel eines Sünders, der auf dem Totenbett unbewusst 'Narayana' gerufen hat, den Namen des höchsten Herrn. Von den unzähligen Sünden, die er in zahllosen Leben begangen hat, war er augenblicklich entbunden." ayam hi krta-nirveso janma-koty-amhasam api "Ajamila hat bereits für alle seine sündhaften Taten gebüsst. Er hat nicht nur für die Sünden gebüsst, die in einem Leben von ihm begangen worden sind, sondern auch für alle, die er in Millionen von Leben begangen hat, denn er chantete in einem hilflosen Zustand den heiligen Namen Narayanas. Obgleich sein Chanten nicht rein war, chantete er ohne Vergehen, und deshalb ist er jetzt rein und für die Befreiung geeignet." Die abscheulichsten Vergehen, wie eine Frau, einen König, eine Kuh oder einen Brahmana zu ermorden, Rauschmittel zu konsumieren, mit der Frau des Guru ins Bett zu gehen, einen Freund zu hintergehen, zu stehlen, usw., werden einfach durch das Chanten des heiligen Namen leicht verziehen. Und ist man einmal von seinen Sünden gereinigt, wird man von Shri Krishna angezogen werden. Auf diese Weise wird das Lebewesen vom heiligen Namen zu seinem vorletzten spirituellem Ziel geleitet." stenah sura-po mitra-dhrug brahma-ha guru-talpa-gah "Das Chanten der heiligen Namen Shri Vishnus ist der beste Bussvorgang für einen Dieb, der Gold oder andere Wertgegenstände stahl, für einen Trinker, für jemand, der einen Freund oder seine Verwandten hinterging, für jemand, der einen Brahmana tötete, und für jemand, der mit der Frau seines Guru oder eines anderen Höhergestellten eine sexuelle Verbindung einging. Dies ist auch die beste Methode der Busse für jemand, der Frauen, den König oder seinen Vater ermordete, für jemand, der Kühe schlachtete, und für alle anderen sündhaften Menschen. Einfach durch das Chanten des heiligen Namens Shri Vishnus vermögen solch sündhafte Menschen die Aufmerksamkeit des höchsten Herrn auf sich zu ziehen, der seinerseits denkt: 'Da dieser Mensch meinen Namen gechantet hat, ist es meine Pflicht, ihm Schutz zu gewähren.'" (Bhag. 6.2.9-10) Die drei Stufen beim Chanten von Krishnas (Vishnus) Namen 1) Die Stufe der Vergehen (nama-aparadha)Die Verehrung des heiligen Namens mit einem oder mehreren Vergehen. Bhaktivinoda Thakura schrieb: Auf dieser Stufe wird der Bhakta von den Reaktionen auf sein vergangenes Tun sowie von der Neigung, für seine eigene sinnliche Befriedigung tätig zu sein, mehr und mehr befreit. Die Anhaftung an Dinge, die in keiner Beziehung zu Shri Krishna stehen, verlagert sich langsam zur Anhaftung an Dinge, die in einer Beziehung zu ihm stehen. Unwissenheit (Tamas) und Leidenschaft (Rajas) lösen sich langsam auf, so wie sich der Morgennebel auflöst, wenn die Sonne immer höher steigt. Dieses Singen, verbunden mit dem klaren Wissen über Shri Krishna, die materielle Energie (Maya-Shakti) und die mittlere Energie (bestehend aus den unzählbaren Atmas) und wie sie zueinander stehen, führt langsam aber sicher zur Stufe des reinen Chantens. Wer immer auf dieser mittleren Stufe chantet, hat bereits Mukti (Befreiung von der Bindung an Materie) erreicht. Der wahrlich nach transzendenter Liebe strebende Bhakta wird diese Mukti aber ablehnen, selbst wenn er erneut einen materiellen Körper annehmen muss. Er kennt kein anderes Ziel als Prema, reine Liebe zu Shri Krishna. Der Abhasa (Abglanz) des Namens von Rādhā Govinda Nātha Sadananda: Abhasa (Abglanz), Nama-Aussprechen, nicht mit der Absicht der Seva (zu Dienen) und ohne mit dem Namen Bhagavan zu meinen, ist kein Aparadha! In einer anderen puranischen Quelle, die im Sanskrit nicht erhalten ist aber als Übersetzung in Hindi und Bengali, wird erzählt, dass vor dem Namensgeben des Kindes ein Bhakta-Bettelmönch zu Ajamila's Haus kam und aus blosser Neugier die lose Frau ihn fragte, welchen Namen man dem Kinde geben solle. Und er sagte: "Narayana". Der Frau gefiel dieser Name sehr gut, und sie überredete Ajamila, den Knaben "Narayana" zu nennen. Auf dieser Stufe offenbart sich Krishna mit all seinen Kräften. Der Bhakta ist von allen karmischen Reaktionen völlig befreit und untersteht unmittelbar dem höchsten Herrn. Seine Liebe entfaltet sich jetzt stufenweise bis zur vollen Blüte der Premabhakti. Sein einziges Interesse besteht darin, den Höchsten durch seinen liebenden Dienst zu erfreuen. Sämtliche materiellen Anhaftungen sind durch Krishnas Gnade aus seinem Herzen getilgt. Bhaktivinoda Thakura beschreibt dieses reine Chanten folgendermassen: "Der heilige Name ist die Knospe der Liebe zu Shri Krishna. Er ist ein Reservoir von nicht zu erahnender Ekstase und entfaltet enorme Kräfte. Wenn die Knospe des heiligen Namens ein wenig zu erblühen beginnt, offenbart der heilige Name seine Eigenschaften und seine Schönheit, und er stiehlt das Herz und bringt es in die Hände Krishnas. Wenn der heilige Name voll erblüht, nimmt er mich nach Vrindavana und zeigt mir die ewigen Spiele (Lilas) Krishnas. Zu dieser Zeit bietet der heilige Name mir meinen ewigen Cit-Körper an, er stellt mich neben Krishna und vernichtet den materiellen Körper (Anm.: d.h., der materielle Körper wird völlig spirituell, so wie Eisen, das ins Feuer gelegt wurde, die gleichen Eigenschaften wie das Feuer annimmt (Hitze und Licht), so wird der Körper eines vollkommenen Bhaktas durch ununterbrochene spirituelle Handlungen spiritualisiert). Krishnas Name ist wie der Stein der Weisen (der Eisen in Gold verwandelt), er ist ewig befreit, rein und er ist die Quelle grenzenlosen Nektars und die Quelle meiner ganzen Freude." Von diesen drei Stufen sollte man unter allen Umständen die Stufe der Vergehen vermeiden.
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