FAQNah-Tod-Erfahrungen NDEIch beginne mit ein paar Beispielen von NDE's, um damit einen klaren Rahmen dessen zu geben, worüber wir sprechen und worauf sich Fragen oder Einwände beziehen.
Dr. med. Raymond A. Moody: "Wie in diesem Kapitel zu sehen ist, enthalten verschiedene Theorien - theologische, medizinische und psychologische - die Tendenz, das Todesnähe-Erlebnis als körperliches oder psychisches Phänomen hinzustellen, das mehr mit einer Fehlfunktion des Gehirns als mit einem spirituellen Abenteuer zu tun hat. Zwei Punkte passen den Vertretern dieser Auffassung jedoch überhaupt nicht ins Konzept: Wie kommt es, dass die Patienten ihre eigene Wiederbelebung so detailliert schildern und genau und lückenlos erklären können, wie die Ärzte vorgingen, um sie ins Leben zurückzuholen? Und warum können so viele Menschen nachträglich beschreiben, was sich in anderen Räumen des Krankenhauses abspielte, während sie im Operationssaal wiederbelebt wurden? Für mich sind das zugleich die schwierigsten Fragen, die sich dem Todesnähe-Forscher stellen. In der Tat gibt es darauf bisher keine andere Antwort als die Feststellung: Diese Dinge sind tatsächlich vorgekommen. Bevor ich auf das breite Spektrum von Erklärungsversuchen für Todesnähe-Erfahrungen eingehe, wollen wir uns erst noch ein paar Beispiele dieses Phänomens ansehen. Ein neunundvierzigjähriger Mann erlitt einen so schweren Herzanfall, daß der Arzt nach fünfunddreissig Minuten angestrengter Wiederbelebungsversuche aufgab und den Totenschein auszustellen begann. Aber dann bemerkte jemand ein Aufflackern der Lebensgeister, und der Arzt machte sich mit Elektroschock- und Beatmungsgerät noch einmal daran, das Herz des Patienten wieder in Gang zu bringen, was ihm auch gelang. Als der Patient am nächsten Tag wieder klar war, konnte er in allen Einzelheiten beschreiben, was im Notfallraum geschehen war. Der Arzt war überrascht. Noch mehr überraschte in freilich seine lebensechte Schilderung der assistierenden Schwester. Er beschrieb sie vorzüglich, bis hin zu ihrer Keilfrisur und ihrem Nachnamen Hawkes. Er erzählte, sie habe einen Wagen über den Gang geschoben mit einem Apparat darauf, an dem zwei tischtennisschlägerartige Teile befestigt gewesen seien (ein Elektroschockgerät, das zur Grundausrüstung für die Reanimation gehört). Der Arzt fragte, woher er den Namen der Schwester wisse und was sie während seines Herzanfalls getan habe. Er habe sich aus seinem Körper heraus in den Korridor bewegt, um nach seiner Frau zu sehen, antwortete der Patient, und dabei sei er genau durch Schwester Hawkes hindurchgegangen. Er habe ihr Namensschild gelesen und sich ihren Namen gemerkt, um ihr später danken zu können. Ich unterhielt mich mit dem Arzt ausführlich über diesen Fall. Er fühlte sich durch das Geschehen ziemlich verunsichert. Es gebe nur eine Erklärung, warum der Patient diese Dinge so präzise berichten konnte, sagte der Arzt: Er müsse sie tatsächlich miterlebt haben. Auf Long Island beschrieb eine siebzigjährige Frau sehr genau und anschaulich, was um sie herum passierte, als die Ärzte sie nach einem Herzanfall reanimierten. Diese Frau war seit ihrem achtzehnten Lebensjahr blind. Sie konnte nicht nur beschreiben, wie die angewendeten Instrumente aussahen, sondern sogar ihre Farbe angeben. Das Erstaunlichste für mich war, dass es die meisten dieser Instrumente noch gar nicht gab, als diese Frau vor über fünfzig Jahren das Augenlicht verlor. Und die Krönung war, daß sie sogar wusste, daß der Arzt einen blauen Anzug anhatte, als er mit der Reanimation begann." (Aus dem Buch "Das Licht von Drüben" Ex Libris Zürich 1991, S. 155 ff.) Nach Studium der Philosophie (Spezialgebiete: Logik, Ethik, Linguistik) Promotion zum Dr. phil. und Dozentur für Philosophie. Dann Studium der Medizin, Promotion zum Dr. med und Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Nervenheilkunde. Noch während des Studiums Beginn der Forschungsarbeit an unerklärten Phänomenen im Grenzbereich zwischen Leben und Tod. Ausgedehnte Vortragstätigkeit über thanatologische Fragen. Da ernsthafte Untersuchungen über das Weiterleben nach Eintritt des medizinisch definierten Todes Neuland sind, besass Dr. Moody zunächst keine Kenntnis von ähnlich gerichteten Forschungsprojekten anderer Wissenschaftler. Erst mit dem Versand von Vorausexemplaren seines ersten Buches Leben nach dem Tod kam er in Kontakt mit Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross, deren Arbeit nicht nur parallel lief zu seiner eigenen, sondern seine Befunde unabhängig belegt hatte, obwohl die beiden ärztlichen Autoren einander erst im Frühjahr 1976 kennengelernt hatten. (Aus »Nachgedanken über das Leben nach dem Tod«, Rowohlt 1978, S. 191) Dr. med. Melvin Morse: (Patient eins in der Seattle-Studie) Ein elfjähriger Junge hatte über mehrere Monate hinweg wiederholt kurze Ohnmachtsanfälle. Schliesslich brachten ihn seine Eltern zu einer genaueren Untersuchung ins Kinderkrankenhaus. Während er in der Wartehalle sass, fiel er wieder in Ohnmacht; es folgte ein Herzstillstand. Chaos brach aus. Ärzte stürzten herbei und versuchten, ihn durch Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage wiederzubeleben. Dann schaffte man ihn auf einer Trage schnellstens auf die Intensivstation, wo weitere Wiederbelebungsmassnahmen durchgeführt wurden. Fast zwanzig Minuten lang stand sein Herz still. In dieser Zeit wurden mehrere Herzmittel erfolglos verabreicht. Eine der anwesenden Krankenschwestern erinnert sich hezte daran, wie sie damals sagte: »Ich wünschte, wir müssten das hier nicht tun«, womit sie auf die scheinbar sinnlosen Rettungsmassnahmen anspielte. In einem letzten Versuch pressten die Ärzte Elektroden auf seine Brust und jagten Stromstösse durch sein Herz. Wie durch ein Wunder öffnete der Junge die Augen und sagte: »Das war komisch. Ihr habt mich in meinen Körper zurückgeholt.« Sofort fiel er in tiefe Bewusstlosigkeit zurück. man brachte ihn zu einer Notoperation in den OP. Ursache seiner Anfälle war das sogenannte »Sick-Sinus-Syndrom«, bei dem der Teil des Herzens, der den Herzschlag reguliert - der Sinusknoten -, nicht mehr arbeitet. Man setzte ihm einen Herzschrittmacher ein. Sieben Jahre später sprach ich mit dem Jungen. Er besuchte bereits die High School und hatte zusätzlich einen Job. Er war wieder völlig genesen. Zuerst erinnerte er sich nur verschwommen an das schreckliche Erlebnis. Er wusste nicht mehr, dass er direkt nach seiner Wiederbelebung die Augen geöffnet und mit den Ärzten und Krankenschwestern gesprochen hatte. Er beschrieb die Wirkung des Stromstosses als einen »Schmerz, den ich niemals vergessen werde. Der Moment, als man mir die Elektroden auf die Brust setzte, taucht immer wieder quälend in meinen Alpträumen auf.« Zwar sagten seine Eltern, er erinnere sich nicht im Geringsten an den in der Wartehalle des Krankenhauses beginnenden Vorfall. Doch spürte ich, dass dieses Erlebnis den jungen Mann nachhaltig beeinflusste. Ich wagte mich weiter vor und erkundigte mich nach anderen Einzelheiten jenes Tages, speziell interessierten mich alle seine Träume. Schliesslich schaute er mir geradewegs in die Augen und sagte: »Gut, wenn sie mir versprechen, nicht zu lachen, erzähle ich ihnen alles. Es kommt mir so vor, als wenn es erst gestern passiert wäre.« Ich weiss noch, wie wir an jenem Tag ins Krankenhaus kamen. Meine Eltern verschwanden in einem Zimmer [dem Anmeldebüro], als ich plötzlich starkes Ohrensausen bekam. Es war ein Gefühl, als wenn man mit einem sehr schnell fahrenden Auto über ein Schlagloch fährt, und der Magen nach unten sackt. Ich hörte ein summendes Geräusch in den Ohren. Der Junge verliess seinen Körper, was zu den Schlüsselmerkmalen einer Todesnähe-Erfahrung zählt. Charakteristisch ist auch, dass sein Körper in weissem Licht erstrahlte, während alles andere um ihn herum in Dunkelheit getaucht war. Dieser Patient begriff sein Erlebnis nicht als Todeserfahrung, sondern als Traum. Und doch veränderte es sein Leben, was ein weiteres zentrales Element der Erfahrung ist. Nach meinem Eindruck bekam das Leben des Jungen einen neuen Sinn. Er hängt nicht so sehr an materiellen Dingen, wie viele seiner Freunde. Wissen und Erkenntnis bedeuten ihm mehr als Geld. »Ich habe keine Lust auf Partys und Trinkgelage meiner Freunde und auf das andere dumme Zeug. Ich weiss, dass das Leben tiefgründiger ist.« Ein interessanter Aspekt seiner Sterbeerfahrung soll noch erwähnt werden. Er schilderte viele nachprüfbare Einzelheiten des Ereignisses. (Aus dem Buch "Zum Licht", 1992 Zweitausendeins, S. 39 ff.) Melvin Morse, Dr. med., ist Absolvent der George Washington University School of Medicine und Träger des National Service Research Award. Auf dem Gebiet der Todesnähe-Forschung gilt er als anerkannte Autorität. Er untersuchte acht Jahre lang Todesnähe-Erfahrungen von Kindern. (Zum Licht, S. 227) Homepage von Dr. Melvin Morse (english). Fragen & EinwändeIst das Phänomen der NDE's nicht einfach eine Art moderne Sage, über welche zwar viele sprechen, bei der sich aber die Zeugen in Luft auflösen, wenn den einzelnen Fällen nachgegangen wird? NDE's sind keine Einzelerlebnisse. Es gibt inzwischen (Stand 1989) allein in den USA über 20'000 genau dokumentierte Fälle. Der Meinungsforscher George Gallup stellte 1982 in einer Umfrage fest, dass in den USA acht Millionen Erwachsene ein Todesnähe-Erlebnis, kurz NDE, gehabt haben, das heisst also jeder zwanzigste. Kritiker bestreiten denn auch eher selten das Vorhandensein solcher Zeugenaussagen und Zeugen, als die Schlussfolgerung der NDE-Forscher, wonach bis heute die wahrscheinlichste und in sich stimmigste Erklärung die ist, dass es erstens tatsächlich "etwas" gibt, was den Körper verlässt und Wahrnehmungen macht, die dem Betreffenden in diesem Moment nur in dieser Form möglich sind und zweitens "etwas" auch nach dem Zusammenbruch der physischen Körperfunktionen als Persönlichkeit und Bewusstsein weiterexistiert. Bei diesem "etwas" handelt es sich gemäss der vedischen Auffassung um das Selbst (Atma), das in einem bestimmten Moment den als Instrument der Wahrnehmungsvermittlung unbrauchbar gewordenen physischen (grobstofflichen) Körper verlässt, und sich nunmehr des feinstofflichen Körpers als Instrument der Wahrnehmung bedient. Die Frage, ob Rückkehrer wirklich tot gewesen sind, ist schwer zu beantworten. Es sind jedoch zahlreiche Fälle von Patienten dokumentiert, die ins Leben zurückgekehrt sind, nachdem der Herzstillstand länger als fünf Minuten gedauert hat (Reanimationsbemühungen werden nach dieser Zeit oft eingestellt) oder ein allenfalls angeschlossener EEG-Kurvenschreiber nur noch eine gerade Linie zeigte. (Siehe oben erwähntes Beispiel) Tatsächlich erklärt die Blackmore Theorie den Tunneleffekt glaubwürdig. Der Tunneleffekt ist jedoch lediglich ein einziger verschwindend kurzer Effekt innerhalb der komplexen NDE-Erfahrungen, der durchaus eine rein physiologische Ursache haben kann. Die Theorie erweist sich demnach als völlig untauglich in Bezug zu den hier angesprochenen Wahrnehmungen, wo es um Beschreibungen anderer Räume, darin befindlicher Personen, Gegenstände und Handlungs-Abläufe geht. Selbst bei Sinneswahrnehmungen und genauen Beschreibungen innerhalb des OP's, beispielsweise einer Schilderung der Reanimationsversuche, muss diese Theorie versagen. Gerade während den Wiederbelebungsmassnahmen wird das Gehirn mit sauerstoffangereichertem Blut durchströmt und erhält dadurch den benötigten Sauerstoff und andere Nährstoffe aus dem Blut geliefert. Das ist der Sinn jeder Herzmassage: das Blut in Bewegung zu halten, auch wenn das Herz nicht mehr schlägt. Zur Erklärung von Wahrnehmungen der NDE-Patienten, welche von Dritten als richtig bezeugt wurden, schlägt die Theorie des Sauerstoffmangels im Gehirn schon von Beginn weg fehl. Denn Halluzinationen halten keiner Prüfung tatsächlicher Begebenheiten stand. Bei Ausdauersportlern werden im Training oder in einem Wettkampf grosse Mengen an Endorphinen ausgeschüttet, was dazu führt, dass sie sich oft fast euphorisch fühlen. Ansonsten gibt es keine Forschungsergebnisse bei Menschen, die von einer Wirkung darüber hinaus berichten würde. Bei Unfällen kommt es bei vielen Personen zu NDE's bevor eine medizinische Versorgung überhaupt stattfinden kann. In manchen Fällen werden auch nach einem solchen Erlebnis keine entsprechenden Substanzen verabreicht. In seinen Studien aus dem Jahre 1986 hat Dr. M. Morse einen Teil der Forschungen speziell darauf ausgerichtet, den Zusammenhang zwischen Drogen/Medikamenten und NDE's zu untersuchen. Seine Studien führte er mit Kindern durch, da er diese für unvorbelasteter hielt. Er überprüfte die Krankenakten all dieser Patienten und protokollierte gewissenhaft die Medikamente und Narkosemittel, die ihnen verabreicht wurden, sowie den Sauerstoffgehalt des Blutes und die Ergebnisse anderer Labortests. Sodann erstellte er zwei Gruppen (eine Testgruppe und eine Kontrollgruppe), wobei er darauf achtete, dass die beiden Gruppen sich vom Alter her ähnlich waren und die Patienten beider Gruppen intubiert wurden oder an Beatmungsapparate angeschlossen waren. Wenn die Halluzinationen, die unter Einfluss von Drogen stattfinden, in ihre Einzelbestandteile unterteilt werden, wie das Dr. R. Siegel in seinen Untersuchungen tat, finden sich einzelne Elemente, die auch in NDE's beschrieben werden. Beispielsweise mag bei einer Substanz unter anderem der Effekt auftreten, dass man das Gefühl hat, einem dunklen Abgrund oder einem Licht entgegenzufallen, oder man sieht Bilder, wie Sterne, Personen und ähnliches. Dr. M. Morses Studien zeigen jedoch, dass wenn die Gesamtwirkung einer bestimmten Droge auf den menschlichen Geist untersucht und mit den Untersuchungen des Gesamterlebens bei einem NDE verglichen wird, sich jede Ähnlichkeit bis zum völligen Verschiedensein hin verflüchtigt. Es ist damit zu vergleichen, eine willkürlich gespielte Musikabfolge mit einer Sinfonie von Beethoven zu verwechseln, weil bestimmte Akkorde miteinander übereinstimmen. Damit eine Halluzination stattfinden kann, muss das Gehirn arbeiten und ein elektrisches Potential vorhanden sein. Das Elektroenzephalogramm oder EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns. Es zeichnet die Hirnaktionsströme als Kurve auf einem fortlaufenden Papierstreifen auf, wenn die Person denkt, spricht, träumt oder irgend etwas anderes tut. Kann keine Hirntätigkeit mehr festgestellt werden - kein elektrisches Potential mehr gemessen werden -, zeichnet das Gerät eine Nulline auf, was damit gleichgesetzt wird, dass der Tod eingetreten ist. Personen, die von Wahrnehmungen berichten, die sich laut Arztprotokoll und Aussagen dritter Beteiligter, während der Zeit eines Nullinien-EEG zugetragen haben, können demnach keine Halluzinationen gehabt haben - sowohl hinsichtlich des fehlenden elektrischen Potentials im Gehirn, als auch hinsichtlich der Bestätigung, die ihre Beobachtungen von beteiligten Dritten erhielten. Dr. M. Sabom (Kardiologe) führte eine NDE Studie durch, in der er besonderes Augenmerk auf die Ausleibigkeitserlebnisse verwendete. Er bildete eine Kontrollgruppe bestehend aus 25 medizinisch bewanderten Patienten, die aufgrund ihrer "fundierten Vermutungen" beschreiben sollten, was vor sich geht, wenn ein Arzt versucht, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. 23 Mitglieder dieser Kontrollgruppe begingen bei der Beschreibung der Reanimationsmassnahmen schwerwiegende Fehler. An dieser Stelle sei auch nochmals auf das eingangs aufgeführte NDE der älteren Frau hingewiesen, die ihre Wiederbelebung, die Apparate und sogar die Kleidung des Arztes bis hin zur Farbe genau beschreiben konnte - und das obwohl sie seit ihrem 19 Lebensjahr blind ist. Das ist richtig. Demgegenüber berichtete ein Assistenzarzt Dr. R. Moody von einem Fall, bei dem der Patientin die beschriebene Wahrnehmung nicht möglich gewesen wäre, selbst wenn sie sich bei vollem Bewusstsein befunden hätte: Der Assistenzarzt war sich sicher, dass die Frau den Vorfall vom Untersuchungstisch her nicht hatte beobachten können. Gerade zwei der prägendsten Personen in der Geschichte der Hirnforschung, nämlich Wilder Penfield und John C. Eccles neigten aufgrund ihrer jahrzehntelangen Forschungen der Hypothese zu, dass der Geist getrennt vom Gehirn existieren kann. Wilder Penfield, der jahrelang menschliche Gehirne bei vollem Bewusstsein der Patienten untersucht hatte und dem zahlreiche Kenntnisse des heutigen Wissensstandes über Hirnfunktionen zu verdanken sind, kam schliesslich zur Überzeugung: «Auf die eine oder andere Art ist die Frage nach der Natur des Geistes ein elementares Problem, vielleicht das schwierigste und bedeutendste aller Probleme. Ich habe mein ganzes Leben als Wissenschaftler damit verbracht, zu erforschen, wie das Gehirn das Bewusstsein steuert. Nun muss ich in dieser abschliessenden Zusammenfassung meiner Ergebnisse überrascht fesststellen, dass die Hypothese des Dualismus (der Geist existiert getrennt vom Gehirn) die vernünftigere Erklärung ist.» C. G. Jung sprach vom «kollektiven Unbewussten» und nannte die einzelnen Motive «Archetypen». Diese sind vorgeformte Bilder (Urbilder), die im Verhalten aller Menschen zum Ausdruck kommen. Ein archetypisches Bild ist das Wort «Mutter», das in allen Kulturen einen ähnlichen Bedeutungsinhalt wachruft und daher als eine Art Urbild bezeichnet wird. Interessant mag in diesem Zusammenhang auch sein, dass Jung selbst ein Nah-Tod-Erlebnis hatte, es jedoch nicht in Zusammenhang mit dem kollektiven Unbewussten brachte. Diese Seite wird entsprechend aufkommender Fragen laufend ergänzt.
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