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DER BUND, 29. Mai 1998 Umstrittene Fragen der ReinkarnationAnne Frank- Podiumsgespräch mit der schwedischen Schriftstellerin Barbro Karlén im Zürcher Volkshaus DER BUND, 11. Juni 1998 Leserbriefe zu obigem Artikel zum Artikel Die Veranstaltung in Zürich wurde am Anfang gewaltsam gestört, ein jüdischer Teilnehmer wurde sogar geschlagen. Der Grund soll gewesen sein, dass es neben der Reinkarnationsfrage auch um die Erinnerung an ein früheres Leben als Opfer des Holocaust ging. Das Verhalten der Ruhestörer erinnerte an gewisse Gruppen, die in den dreissiger Jahren in Deutschland auftraten und schliesslich die «Kristallnacht» herbeiführten. Ihre Bezeichnung «Antifaschistische Aktion» erhält bei solchem Auftreten eher den Eindruck der Tarnung einer Gruppe mit faschistoiden Verhalten. in der christlichen Welt glauben mindestens 25 Prozent an die Reinkarnation. Im Judentum v.a. die Chassidim. Im Islam eine kleine Minderheit, in asiatischen Religionen beinahe 100 Prozent. Menschen eines derart verbreiteten Glaubens mundtot machen zu wollen ist eindeutig rassistisch, denn heute hat der Begriff Rassismus effektiv wenig mit «Rassen» zu tun, aber viel mehr mit Menschen anderen Glaubens, anderer Kultur und Meinung. Wenn es die Reinkarnation gibt, wie eine Mehrheit der Weltbevölkerung glaubt, sind selbstverständlich die Holocaustopfer nicht von der Wiedergeburt ausgenommen. Es gibt eine ganze Menge von Menschen, die mehr oder weniger diffuse Erinnerungen an ein früheres Dasein im Horror jenes Wahnsinns haben und oft darunter leiden. Wer dies als Verharmlosung sieht, hat die Sache nicht verstanden. Im Gegenteil wird damit der Horror des Holocaust bestätigt und die Lüge über die «Auschwitzlüge» nochmals widerlegt. Vielleicht ist dies gerade etwas, was einigen nicht passt... Dr. J.E. Sigdell, Slowenien Podiumsteilnehmer Als Menschen, die sich mit dem Judentum identifizieren, und als Angehörige von Familien, die teilweise den Holocaust überlebt haben, erklären wir, dass Samuel Althof und die wenigen Aktivisten seiner «Aktion Kinder des Holocaust» allein sich selbst repräsentieren. Wir distanzieren uns entschieden von den Provokationen dieser Gruppierung. Das Vorgehen der Aktion stellt für uns eine unwürdige Vereinnahmung des Holocaust dar. Insbesondere distanzieren wir uns von der Forderung Althofs, dass Buddy Elias, der Cousin von Anne Frank, von seiner Position als Präsident des Anne-Frank-Fonds zurückzutreten habe. Wir betrachten diese Forderung als Affront gegen die Familie von Anne Frank. David Schweizer, Basel Raphael Pifko, Zürich Ronald Goldberger, Zürich Hilel Ne-Mann, Tel Aviv Shimon Levy, Tel Aviv Siehe auch Leserbrief vom 6.6.98 in der BaZ von David Schweizer Anmerkung von Gaurahari Bei der Wiedergabe dieses Artikels und der Leserbriefe geht es mir nicht darum, ob Barbro Karlén tatsächlich die wiedergeborene Anne Frank ist oder nicht, denn hierzu könnte ich nur Vermutungen äussern. Vielmehr möchte ich damit aufzeigen, dass der Glaube an Reinkarnation und Karma, wie der Leserbrief von Herrn Schweizer in der BaZ zeigt, dem jüdischen Gedankengut nicht fremd ist. FAQ zum Thema Reinkarnation |
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