Nityananda

(Caitanya-bhagavata II,3)

Keiner der Bhaktas sorgte sich um Geld, Kinder, Haus, sondern Tag und Nacht widmeten sie sich, zusammen mit Gaura, dem Kirtana. Gaura, dessen ganzes Wesen Krsna-Bhakti ist, offenbart Sich jeweils entsprechend dem, was Er (innerlich) vernimmt. Wenn Er Sich als Diener weiß, dann weint Er wie eine Gangaflut stundenlang; wenn Er lacht, dann stundenlang und wenn Er bewußtlos ist, dann regt sich lange Zeit kein Atem in Ihm. Und wenn Er plötzlich im Bewußtsein Seiner Selbst als Bhagavan ist, da sitzt Er stolz und ruft lachend: "Ich bin Er! Wo ist der alte Nada (Advaita), der Mich hierher in die Welt brachte, damit Ich von Haus zu Haus Bhakti-rasa verteile!" Plötzlich ruft Er wieder: "O Krsna - wo bist Du?" und bindet Sein Haar um Seine Füße (im Ausdruck der Verzweiflung Radhas in Trennung von Krsna).
In solcher Weise geht Er in die Häuser aller Seiner Diener und aus Gnade gibt Er zu erkennen, wer Er ist. Sie alle erkennen, daß Er der Herr ist, sind voll Glück, fürchten die Atheisten nicht mehr, gehen in den Bazaren und auf den Ufertreppen umher und singen laut: "Krsna!".
Außer Nityananda hatten Ihn alle getroffen und Gaura war sehr traurig, daß Er Seinen Bruder (aus der Lila Krsnas) nicht zu sehen bekam. Doch sobald Nityananda wußte, daß Gaura Sich in der Welt offenbart hatte und daß in Navadvipa ununterbrochen in höchstem Glück Sankirtana (das gemeinsame Singen der Gottesnamen) stattfand, blieb er nicht länger in Vrndavana, sondern eilte sofort nach Navadvipa.
Visvambhara wußte in Seinem Herzen, daß Nityananda angekommen war und freute Sich heimlich. Er hatte in verborgener Sprache zu den Vaisnavas davon gesprochen; doch verstanden sie den Sinn Seiner Worte nicht, wenn Er sagte: "In ein bis zwei Tagen wird ein ganz Großer nach Navadvipa kommen." Eines Tages erzählte Er den Vaisnavas: "Da habe Ich nachts einen ganz seltsamen Traum gehabt: ein riesiger Wagen kam, hoch wie eine Dattelpalme. Dieser Wagen ist das Beste, Allerhöchste in der Wandelwelt und er hielt vor Meiner Tür. Darin sah Ich eine riesige Gestalt - der Rumpf wie eine Säule, schwankend, ein Wassergefäß in der linken Hand, im blauen Gewand, im linken Ohr ein ausgezeichneter Ohrschmuck - es schien Mir als ob diese Person der Pflugträger (Balarama) sei. Da fragte er: 'Ist das Nimai Pandits Haus?' Zehn bis zwölf Mal fragte er. Er ist im Gewand eines Avadhuta, eine riesige Gestalt, groß und aufrecht, wie Ich es noch nie vorher sah. Da fragte Ich verwirrt: 'Wer seid Ihr?' und er antwortete lachend: 'Ich bin der Bruder. Morgen wirst Du erfahren, wer ich bin.' Da habe Ich Mich sehr gefreut und gedacht: 'Ich bin dann Er, so wie er es augenscheinlich meinte.'"
Nachdem Gauranga den Bhaktas Seinen Traum berichtet hatte, ist Er ganz versunken in das Bewußtsein, der Pflugträger zu sein. Er ruft: "Bringt Wein, bringt Wein" und schreit so laut, daß es allen fast die Ohren zerreißt. Da sagt Srivasa zu Ihm: "Vernimm Herr, der Wein, den Du begehrst, (der Rasa der Premabhakti) ist ja immer bei Dir. Wem Du ihn gibst, der erhält ihn." Die Bhaktas zittern und ziehen sich zurück und denken: "Da muß irgend ein ganz geheimer Grund vorliegen." Und Mahaprabhu spricht Verse in regelmäßigem und unregelmäßigem Versmaß, lacht, schwingt Seinen Körper hin und her so wie Sankarsana (Balarama).
Dann kommt Mahaprabhu wieder zurück zu dem Ihm Selbst eigenen Bewußtsein als Caitanya und erklärt allen die Bedeutung Seines Traumes. "Da spielt in Meinem Sinn ein Gedanke - irgend ein ganz Großer muß in Navadvipa angekommen sein. Schon früher einmal habe Ich es euch gesagt. He Haridasa, Srivasa Pandit, geht überall umher und seht euch um, wo er ist."
Freudig rennen beide in ganz Navadvipa umher und suchen, doch finden sie in ganz Navadvipa nicht das geringste Anzeichen. Nach stundenlangem Suchen kehren sie zurück und berichten: "Unter Vaisnavas, Sannyasis, Haushältern, Atheisten, überall haben wir gesucht, doch nirgendwo eine Spur von einem solchen Wesen gefunden; nur außerhalb der Stadt, in den Dörfern haben wir nicht gesucht."
Da lachte Gaura. Hatte Er doch unter einem Vorwand, (sie vergeblich suchen zu lassen) einen Hinweis gegeben, daß Nityananda sich ganz verborgen hält. Wenn Caitanya Selbst ihn zeigt, dann kann man ihn erkennen! Wenn einer Nityananda und dessen unermeßlich tiefes Leben nicht versteht, mag er Visnu-Bhakti haben, doch wird er nicht ans Ziel kommen. Srivasa und andere, die Nityananda-Balaramas Wesen wohl kennen, selbst sie vermögen ihn nicht zu sehen. Da steckt ein geheimnisvoller Grund darin.
Nach einer kleinen Weile sagt Gaura: "Kommt mit Mir, Ich will ihn euch zeigen." Laut "Krsna" rufend, eilt Er mit allen Bhaktas zum Hause Nanda Acaryas, denn Gaura wußte, daß Nityananda dort eingekehrt war. Sie sehen Nityananda, den Edelsten, den ganz Großen, leuchtend wie Tausende von Sonnen. Und doch, an äußeren Zeichen konnte man ihn nicht erkennen. Sein Herz war im Glück der Erkenntnis versunken, voller Güte lächelte er.

(Caitanya-bhagavata II,4)

Nityananda erkannte seinen Herrn, der vor ihm stand. Versteinert und (doch) in begeistertem Freudenausbruch schaute er unverwandt auf Visvambharas Gestalt, als ob er Ihn mit seiner Zunge schmecke, mit den Augen trinke, mit den Armen umarme, mit der Nase Seinen Duft einatme - wie versteinert, ohne ein Wort zu sagen.
Alle sind verwundert. Da greift Mahaprabhu, der Herr des Lebens aller, zu einer List, damit Nityananda sich zu erkennen gebe. Mit einer Gebärde trägt Er dem Srivasa auf, eine passende Strophe aus dem Bhagavatam zu rezitieren. Dieser tut es schnell im Denken an Krsna: (In großer Zartheit spricht Krsna-Caitanya nicht Selbst die Strophe, die von Ihm in Seiner Lila als Krsna handelt. Er gibt Srivasa die Gelegenheit zum Dienen.)
"Er hat eine Krone aus Pfauenfedern und die Gestalt des besten der Tänzer. Über den Ohren schwingen Karnikara-Blüten. Er trägt ein Kleid aus leuchtendem Gold und den Waldblumenkranz, der bis zu den Knien reicht. Die Löcher der Flöte mit dem Nektar Seiner Lippen füllend, begleitet von den Scharen der Hirtenknaben, so trat Er, dessen Ruhm weit besungen wird, in den Vrndawald ein, der durch die Spuren Seiner Füße beglückt ist." (Bha X,21,5)
Nityananda hörte - und sofort wurde er bewußtlos vor tiefem Glück. Gauranga forderte den Srivasa auf, mit dem Rezitieren fortzusetzen. Nityananda kam zum Bewußtsein und weinte. Während des weiteren Rezitierens steigerte sich seine Trunkenheit in Prema und er brüllte wie ein Löwe. Der Hall durchdrang die äußersten Hüllen des Universums. Die Vaisnavas wurden von Furcht erfaßt und riefen: "Rette, Krsna!" Nityananda wälzt sich am Boden umher, den Leib in Tränen gebadet. Dann blickt er Visvambhara an und atmet tief, voller Glück im Herzen. Bald lacht er plötzlich, bald tanzt er, verbeugt sich, schlägt sich auf die Arme, springt mit beiden Beinen in die Luft.
Mahaprabhu sieht den göttlichen Wahnsinn (des Nityananda) im Glück des Erlebens von Krsna und Er weint, zusammen mit allen Seinen Bhaktas.
Schließlich, als sich das Glück (der Premabhakti Nityanandas noch mehr) steigert, gehen die Bhaktas zu Nityananda hin und versuchen, ihn aufzuheben, zu halten, doch niemand vermag es. Da nahm Mahaprabhu ihn in Seinen Schoß und Er übergab Nityananda Seine Lebenskraft. Nityananda wurde still und lag wie leblos in Seinem Schoß und er wurde im Strome der Tränen Sri Caitanyas gebadet.
Laksmana (Ramas jüngerer Bruder in dessen Lila) wurde einst von einer Waffe getroffen und Rama nahm ihn in den Schoß; so lag Nityananda, vom Pfeil der Premabhakti getroffen, bewußtlos im Schoße Gaurangas, der weinte und weinte im Glück der überwundenen Trennung. Beide sind darin versunken; ähnlich wie einst Rama und Laksmana. Doch ist die (wechselseitige) Liebe in Gauranga und Nityananda unvergeßlich größer als in Rama und Laksmana.
Als Nityananda das Bewußtsein der Außenwelt wieder erhalten hatte, sagen alle: "Hari siegt!" Als Gadadhara sah, daß Mahaprabhu den Nityananda im Schoß hielt, lachte er und sagte: "Der Ananta, der immerdar den Visvambhara trägt, dessen Stolz ist heute zu Staub geworden, er ruht in Visvambharas Schoß." (Anspielung auf die Berichte in den Sastras, daß Ananta [Balarama], der Tausendhäuptige, der mit seinen Tausenden Mündern von Ewigkeit zu Ewigkeit Gottes Ruhm singt, Ihm auch als Ruhebett dient, wenn der von Zeit und Raum unbegrenzte Gott im 'Ursachenozean' ruht. Da trägt Ananta [Sesa] den Visnu und keineswegs Visnu den Ananta.)
Gadadhara weiß um die Größe Nityanandas und Nityananda weiß, was im Herzen Gadadharas vor sich geht. Die Bhaktas sehen den Nityananda und aller Geist wurde ganz Nityanandas Gestalt. (Die indische Psychologie verwendet den Ausdruck Akarata, um auszudrücken, daß das Manah [der denkende Geist] von dem Objekt geformt wird, an das er tief denkt. Das Manah der Weltmenschen erwirbt dabei gleichsam die Form der Sinnesobjekte. Der Jnani erwirbt Akarata des gestaltlosen Brahman, die Bhaktas erwerben Akarata Bhagavans. Jedoch handelt es sich in den beiden letztgenannten Fällen keineswegs um ein Identischwerden, sondern um ein dynamisches Ganzerfülltsein von solcher Stärke, daß im Bewußtsein und Unterbewußtsein sozusagen kein Platz mehr für das Aufnehmen anderer Eindrücke übrig bleibt.)
Nityananda und Gauranga blicken sich lange unverwandt an, keiner sagt auch nur ein Wort. Beide sehen einander an in einem ekstatischen Freudenausbruch und die Tränen ihrer Augen überschwemmen die Erde.
Visvambhara sagt: "Heute ist ein herrlicher Tag für Mich - denn heute habe Ich den Bhaktiyoga selbst gesehen, die Essenz aller Veden. Dieses Zittern, diese Tränen, dieses Donnern, dieses Schreien, das kann gar nichts anderes sein als die Sakti Isvaras. (Zittern und Tränen: Sattvika-Bhavas. Schreien oder Brüllen [humkara]: einer der Anubhavas als Ausdruck von Bhagavans Selbsteigener Sakti und keineswegs emotioneller Ausdruck des Gemüts eines Menschen.) Wer auch nur einmal mit Augen solchen Bhaktiyoga sieht, den kann selbst Krsna unter keinen Umständen verlassen. Ich erkenne, du bist die volle Sakti Gottes. Wenn der Jiva dich liebend verehrt, dann erhält er Bhakti zu Krsna. Du läuterst die vierzehn Welten.
Dein Lebenswandel ist dem menschlichen Verstand unerfaßbar (acintya), unzugänglich (agamya), verborgen (gudha).
Niemand ist so wie du, du bist der ganze Reichtum von Premabhakti zu Krsna in Gestalt. Einer mag ein noch so großer Bösewicht sein, ein Augenblick nur Gemeinschaft mit dir und sein Ende wird gut werden. Ich verstehe: Krsna wird Mich erlösen, denn Er hat Mir deine Gesellschaft gegeben. Herrlich ist Mein Geschick, daß Ich deine Füße sah. Wer dich liebend verehrt, der muß den Reichtum Krsnas erhalten."
Mahaprabhu geriet in vollkommene Versunkenheit, da war keine Gelegenheit (mehr) zu einem weiteren Preislied für Nityananda.
Dann begannen beide ein Gespräch. Jedes ihrer Worte war voll von tiefen Bedeutungen, nicht ohne weiteres erfaßbar.
Gaura: "Ich scheue Mich zu fragen. Darf Ich? Aus welcher heilvollen Richtung seid Ihr gekommen?"
Nityananda ist wie ein Kind. Seine Worte sind unsicher und er ist unstet wie ein Knabe; er wußte das Geheimnis, daß der Prabhu Avatara wurde: "Er, der doch mit gefalteten Händen spricht und mich preist." Er schämte sich gar sehr, als er Gauras Preislied hörte und antwortete Ihm mit indirekten Worten, die eine andere Bedeutung haben, als es scheint. Nityananda sagte: "Ich habe viele heilige Orte besucht - und viele Orte Krsnas besucht, doch ich habe nur die 'Orte' gesehen. Krsna bekam ich nicht zu sehen. Da fragte ich gute und wissende Leute: 'Ich sehe doch Seinen Thron leer; sagt an, wo ist Krsna hingegangen?' Sie sagten: 'Krishna ist nach dem Gaudalande (dem Herzen Bengalens) gegangen; vor ein paar Tagen war Er in Gaya.' Andere sagen: 'Wir haben gehört, in Nadia (Navadvipa-Distrikt) erfolgt großes Hari-Sankirtana - dort ist sicher Narayana geboren worden!' Das habe ich gehört und selbst ein großer Sünder, bin ich gekommen, damit auch ich hier in Navadvipa gerettet werde!"
Mahaprabhu sagt: "Wir sind alle sehr glücklich, daß ein Bhakta wie du hierher gekommen ist. Den Ananda-Strom deiner Tränen haben wir gesehen. Wir betrachten uns als solche, die alles erreicht haben, was wir erreichen können."
Da sagt Murari lachend: "Ihr, ihr - (aber) wir verstanden da nichts davon - wir, wir!" Srivasa sagt: "Ist da etwas für uns zu verstehen: Madhava (Krsna) und Sankara (Siva) beten einander an." Gadadhara sagt: "Gut gesprochen, gut gesagt, oh Pandit - das ist dann so wie Ramas und Laksmanas Lebensgeschichte." Einige sagen: "Beide sind so wie zwei Liebesgötter der Lust." Und andere: "Die beiden sind Krsna und Rama (Balarama)". Einige andere sagen: "Da vermochte ich nichts zu verstehen. - Warum liegt der Sesa (Ananta) in Krsnas Schoß?" Einige sagen: "Das sind die beiden Freunde Krsna und Arjuna, denn beide sind ja ganz - ich sah's - von Sneha (hoher Form der Premabhakti) erfüllt." Andere sagen: "Die beiden sind uns viel zu groß, ich verstehe nichts von der verhüllten Sprache der beiden."
So freuen sich alle und sprechen vom Erscheinen Nityanandas. Wer davon hört, wie diese beiden einander anblicken, der wird frei von allen Banden der Welt. Nityananda ist (von Ewigkeit her) Sein Kamerad, Sein Freund, Bruder, Schirm, Bett, Fahrzeug. Niemand außer Nityananda trägt Ihn. In vielfacher Weise dient er Ihm nach seinem (Nityanandas) Wunsch und wen er (Nityananda) wählt, der darf Ihm dienen. Selbst Mahadeva (Siva), der große Yogi und Gott, der Herr, der große Bhakta, vermag seine (Nityanandas) Gnade nicht zu ermessen. Wer es nicht weiß, was Nityananda ist, dessen Wandel unergründlich ist, und ihn tadelt, der wird mit seiner Bhakti zu Visnu keinen Fortschritt machen. Nityanandas Körper ist dem Caitanya so sehr lieb. Nityananda ist der Herr meines Lebens, ihm sei Verehrung. Durch Nityanandas Gnade wendete sich mein Sinn dem Caitanya zu und auf seinen Befehl schreibe ich den Preis Caitanyas. (Nityananda war der Guru des Autors, las mit ihm das Bhagavatam und erzählte ihm gewiß viel von Sri Caitanya.)
Raghunatha (Rama) und Yadunatha (Krsna): nur Namensunterschied, und Nityananda und Balarama: nur Namensunterschied. Nur dann vermag man die Wandelwelt zu überschreiten und in den Ozean der Bhakti einzutauchen, wenn man den Nitaicand (den Mond Nityananda) liebend verehrt.

(Caitanya-bhagavata II,5)

Als bald darauf im Hause Srivasas die alljährliche Verehrung des 'Ordners der Veden', des Avatara Vyasa, stattfindet, da legt Nityananda den Waldblumenkranz, der Vyasa gegeben werden sollte, um Caitanyas Hals. Denn Caitanya ist Bhagavan Selbst, der Urgrund aller Avataras. - Advaita weilt noch immer in Santipur.

(Caitanya-bhagavata II,6)

Eines Tages sagte Mahaprabhu voll von Rasa zu Ramai: "He Ramai! Geh schnell (nach Santipur) zu Advaita und sage ihm, daß Ich Mich offenbart habe und sage ihm: 'Um dessentwillen du so viel liebende Verehrung getan hast, um dessentwillen du so viel geweint hast, um dessentwillen du so viel gefastet hast, dieser, dein Herr, ist gekommen und hat Sich offenbart. - Er ist gekommen, um Bhaktiyoga auszuteilen. Kehre schnell zurück. Komm!' - Und dann erzähle ihm, wenn ihr allein seid, von Nityanandas Ankunft und alles, was du selbst gesehen hast. Sage ihm, er solle ganz schnell kommen!" (Nun kehrt Advaita nach Navadvipa zurück.)

(Caitanya-Candrodayam I)

Caitanya, der Baum, der alle Wünsche erfüllt, ist auf der Erde sichtbar geworden. Madhavacarya (Madhavendra Puri, der Guru Isvara Puris) ist Seine Wurzel, Advaita Acarya ist der Schößling. Nityananda ist der Stamm. Vakresvara Pandit und die anderen (Bhaktas) sind die aus Rasa gebildeten Zweige. (Die verschiedenen Formen des) Bhaktiyoga sind die Blüten. Prema, die nichts für sich selbst begehrt, ist die Frucht. Die Zweigspitzen zerschneiden das Universum. Die beiden aus Lila gestalteten Vögel, die in dem Baume ihr Nest haben, sind Radha und Krsna.
Durch Seinen Schatten wird die Qual des Wandelns im Samsara (dem Kreislauf von Geburt und Tod) weggenommen. Der Baum gibt die Erfüllung der Sehnsucht der Bhaktas.

 

Inhaltsverzeichnis

Sanskrit-Worterklärung

Fortsetzung


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