Die Rettung liegt im Gottesnamen des heiligen Namens Krishnas (Gottes), das den Spiegel des Herzens reinigen und die Leiden des lodernden Feuers des materiellen Daseins auslöschen kann. Dieses Singen ist wie der zunehmende Mond, der den weißen Lotos des Glücks für alle Lebewesen verbreitet. Es ist das Leben und die Seele aller Bildung. Das Singen des heiligen Namens Krishnas läßt den glückseligen Ozean göttlichen Lebens anschwellen. Ein Bad in diesem Ozean hat eine kühlende Wirkung auf jedermann und befähigt uns, bei jedem Schritt höchsten Nektar zu genießen." (Chaitanya-charitamrita III,20.12) harer nama harer nama harer namaiva kevalam "Im gegenwärtigen Zeitalter des Kali (das Zeitalter des Streits und der Heuchelei, das vor rund 5000 Jahren begann) gibt es kein anderes Mittel, kein anderes Mittel, kein anderes Mittel zur Selbstverwirklichung (das bedeutet hier: die Erkenntnis von sich selbst als ewige Seele und seine ewige - auf Liebe gründende - Beziehung zu Gott) als der heilige Name von Hari, der heilige Name von Hari, der heilige Name von Hari (Gott)." (Brihan-naradiya Purana 38.126) Krishna Selbst erschien in der Gestalt Mahaprabhus, um die besondere Bedeutung Seines heiligen Namens zu verkünden und gleichzeitig die Rolle eines liebenden Gottgeweihten zu spielen. So lebte Er uns persönlich den Weg der Liebe zu Gott vor und verteilte diese Gottesliebe großzügig an alle gefallenen Seelen. Er erläuterte den obigen Vers im Chaitanya-charitamrita (I,17.22-25) wie folgt: "Im gegenwärtigen Zeitalter des Kali erscheint Krishna (Gott) in der Form Seines heiligen Namens. Durch Seinen heiligen Namen kann die ganze Welt Befreiung (Erlösung) erlangen. Um dieser Aussage Nachdruck zu verleihen, wird der heilige Name 'Hari' dreimal genannt. Und um den gewöhnlichen Menschen zu verstehen zu geben, wird auch das Wort eva (gewiß) dreimal wiederholt. Der Gebrauch des Wortes kevala (nur) ist wieder eine endgültige Entscheidung, durch die andere Vorgänge wie Jnana (Erkenntnis durch Studium), Yoga (das mystische System), Tapasya (trockene, künstliche Entsagung), Karma (die in den Schriften empfohlenen frommen Handlungen) etc. verboten werden. Jeder, der dies nicht anerkennt, wird nicht befreit werden. Das ist der Grund für die dreifache Wiederholung von na asti (nichts anderes)." Die Gottesnamen sind nicht verschieden von Gott selbst. Wenn wir uns daher in diese Namen vertiefen, werden wir durch das ständige Zusammensein mit Gott geläutert: "Das Singen des heiligen Namens zerstört alle unerwünschten Dinge (im Herzen). Auf diese Weise erwacht alles Glück und der Fluß der Liebe zu Krishna (Gott) beginnt zu fließen. (III,20.11) Auch in der Bibel wird die Bedeutung von Gottes heiligem Namen immer wieder betont: Aber laß sich freuen alle, die auf Dich trauen, laß sie jubeln immerdar; Du wollest sie beschirmen, laß jauchzen über Dich, die Deinen Namen lieben. (Ps 5.12) Da Gott unbegrenzt ist, hat er auch unbegrenzt viele Namen. Es kann also keine Rede davon sein, daß nur ein einziger Seiner Namen, wie Krishna, Allah oder Jehova heilsbringend sei. Die innere Haltung, in der wir diese Namen anrufen, ist entscheidend und nicht die Sprache, die dazu verwendet wird. Jesus sagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Dies ist das größte und erste Gebot." (Mat. 22.37-38) Die Bibel ist erfüllt von bedeutsamen Aussagen über den heiligen Namen Gottes. Aber es scheint, daß kaum jemand die tiefe und essentielle Bedeutung des Gottesnamens erkannt hat. Obwohl dieser Vorgang sehr einfach erscheint, ist er dennoch höchst erhaben. In allen Kulturen werden die verschiedenen Namen des Herrn gepriesen und alle Feste werden mit Gesängen über Gott begangen. Die Wissenschaft des heiligen Namens liegt in Ihm selbst: Er vermittelt aus dem Herzen kommende Kraft und Freude. Und dies kann jedermann sehr leicht erfahren, wenn er sich in diese gesungenen Gebete vertieft. Das Verständnis von Karma und Reinkarnation, Vegetarismus, Hilfsbereitschaft, Selbstbeherrschung, Reinheit, Duldsamkeit, Ehrlichkeit, Mildtätigkeit etc. sind lediglich Schritte in Richtung auf ein Gott gewidmetes Leben zu; es sind Prinzipien der Vernunft, um in der Harmonie der gottgeschaffenen Naturgesetze keine Störungen zu verursachen. Doch die Vertraulichkeit der Beziehung zwischen Gott und den einzelnen Lebewesen kann unbegrenzt gesteigert werden. In dieser liebevollen gewidmeten Beziehung zu Krishna sieht der Bhakta das höchste Ideal. "Was ist die Bedeutung der höchsten Auffassung des Großmuts? Was sollte ihr Wesen sein? Den Bedürftigsten zu helfen. |
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