Sanskrit-Worte

U, V, Y

Upanisad

Geheimlehre, die als Essenz des Veda gilt, von 'sad', sitzen, nahebei sitzen, nahe dem Guru sitzen, der die geheime Weisheit dem begierigen Schüler mitteilt.


Vaisya

Die dritte der vier vedischen Gesellschaftsschichten; die Gruppe der Händler, Bauer. Siehe: Kastensystem.


Vasanas

Eindrücke von Lust (Zuneigung) und Hass (Abneigung) im Citta, die aus vielen verschiedenen Leben stammen. Man unterscheidet zwischen:
1. Sat-Vasanas: Sattvahafte Eindrücke, die - ohne dass man sich darüber bewusst ist - in uns aufsteigen und uns inspirieren, uns selbst mit sattvahaften Dingen und Tätigkeiten zu beschäftigen.
2. Asat-Vasanas: Rajas- und tamashafte Eindrücke, die unser falsches Ich-Bewusstsein stärken und die nicht zur Befreiung (Mukti) des Atma führen.
3. Bhakti-Vasanas: Alle Eindrücke im Citta, die aus der regulierten Hingabe (Sadhana-Bhakti) stammen. Diese Bhakti-Vasanas sind ein kostbares Gut, denn sie gewähren dem Atma eine erneute Geburt als Mensch und dadurch eine neue Gelegenheit zu noch liebevollerem Gottdienen.


Veda (Vedische Schriften)

Das heilige Wissen. Von 'vid', wissen. Der Veda gilt als 'apauruseya', übermenschlich. Das heilige Wissen ist ewig, es existierte schon vor der Schöpfung und es wird auch nach der Vernichtung aller Universen weiterbestehen, so heisst es.
Die Veden gliedern sich in vier Abteilungen.
1. Rg-Veda, der Veda der Verse,
2. Sama-Veda, der Veda der Gesänge,
3. Yajur-Veda, der Veda der Opfersprüche und
4. Atharva-Veda.
Die Upanisaden oder Vedanta (Ende des Veda) sind ein Teil des Veda. Ausser den genannten Schriften des Veda im engeren Sinn oder Sruti (Offenbarung durch den göttlichen Klang), zählen die Inder zum Veda noch eine grössere Anzahl weiterer Schriften, die sie Smrti (Erinnerung) nennen. Dazu gehören nach Madhusudana Sarasvati (1'100 n. Chr.) Schriften über Lautlehre, Dramatik, Erklärung der Mantrabegriffe, ein Wörterbuch über die Synonyme, Schriften über Metrik, Astronomie, Zeremoniell, Hausleben, Initiation, Logik, Opfer, Recht und Sitte, Geschichte, Yoga, Gottesverehrung, Medizin, Liebesleben, Kriegswissenschaft, Gesang, Tanz, Musik, Lebensklugheit, Pferdebehandlung, Handwerk, Kochkunst und die "übrigen vierundsechzig Künste" usw. Vor allem gehören noch dazu die den Veda erklärenden achtzehn Puranas (Das Wort Purana heisst alt, von den Caitanya-Bhaktas wird es mit 'purna', göttliche Fülle, in Zusammenhang gebracht). Von den Puranas stehen den Bhaktas das Bhagavata-purana, Visnu-purana, Padma-purana, Naradiya-purana, besonders nah. Auch die Bhagavad-gita oder Gita-upanisad steht dem Bhakta sehr nah.
Gott sprach: "Im Laufe der Zeit, zur Zeit der Weltauflösung, ist die Stimme, (die Sprache, das Wort) die als Veda bekannt ist, verlorengegangen. Sie wurde zuerst von Mir dem Brahma, dem Schöpfer gelehrt. Von ihm wurde es seinem Sohne Manu überliefert und von diesem den anderen grossen Rsis." (Bhagavatam, Uddhava-gita)

Siehe: Sastra


Visnu

Wörtlich: Der Alldurchdringende. Der die Welt erhaltende und tragende und beschirmende Aspekt Gottes. Man unterscheidet drei Aspekte Visnus, der, nach Anschauung der Veden, selbst wieder von Krsna ausgeht:

  1. Maha-Visnu, das heisst, der grosse Visnu. Er weilt im "Ozean aller Ursachen". Zur Zeit der Schöpfung entströmen seinem gigantischen transzendentalen Körper Myriaden von Universen, die, erregt durch die Kraft Seines Blicks, mit unzähligen Atmas befruchtet werden. Das ist das Anheben der Schöpfung. Die Aussendung der Kraft Seines Blickes bedeutet das Aussenden der Atmas, der ewigen Seelen, in das Reich der Maya. Wenn die Schöpfung wieder aufgelöst wird, gehen all die Universen in unmanifestierter Form wieder in Seinen Körper ein. All die Atmas, die bis zu diesem Zeitpunkt noch immer in der Welt der Maya verstrickt sind, gehen ebenfalls in Seinen Körper ein, um dort in einem tiefschlafähnlichen Zustand zu ruhen, bis die Zeit zur nächsten Schöpfung naht.
  2. Ein vollständiger Teil (Erweiterung) von Maha-Visnu, Garbhodakasayi-Visnu, steigt, ohne dass Seine Fülle gemindert wird, in das Reich der Maya hinab, in jedes einzelne von zahllosen Universen. Aus Seinem Nabel wächst, der Überlieferung zufolge, ein mystischer Lotos hervor, in welchem Brahma, der Schöpfer und Ordner aller Planeten und Wesen im Universum, zum Leben erwacht.
  3. Ein weiterer vollständiger Teil Maha-Visnus wird als der im "Milchmeer" weilende Visnu, Ksirodakasayi-Visnu, bezeichnet. Dieser Visnu stützt und trägt das Universum. Er wohnt in jedem Herzen als der Zeuge des leisesten Gedankens und Er weilt in jedem Atom. Er ist auch als Paramatma bekannt.

"Visnu hat drei Formen, die man Purusas nennt. Der erste, Maha-Visnu, ist der Schöpfer der gesamten materiellen Energie (mahat-tattva); der zweite ist Garbhodakasayi-Visnu, der in jedem Universum weilt, und der dritte ist Ksirodakasayi-Visnu, der im Herzen eines jeden Lebewesens weilt. Wer diese drei kennt, wird aus den Klauen Mayas befreit."
(Satvata Tantra)


Vrndavana

Vrndavana liegt ca. 140 km süd-östlich von Delhi. Diese Stadt, wo Krsna vor rund 5000 Jahren Seine Kindheitsspiele offenbarte, beheimatet heute fast 5000 Tempel, welche die vielen Pilger und Besucher an die lieblichen Taten Sri Krsnas erinnern.


Vyasadeva

Ein grosser Rsi, der auch als Avatara (Sakti-Avesa-Avatara) angesehen wird. Vyasa gilt als Verfasser oder Ordner der Veden, des Epos Mahabharata, zu dem die Bhagavad-gita gehört, der Puranas einschliesslich des Bhagavata-purana oder Bhagavatams und der Brahmasutras, welche in knappster Fassung die Essenz der Upanisaden enthalten.


Yajna

Darbringung, Opfer.
Das einfachste und zugleich erhabenste Opfer im gegenwärtigen Zeitalter (Kali-yuga) ist das Sankirtan-yajna (samkirtana-yajna), das gemeinsame Singen der heiligen Namen Gottes (nama-samkirtana).

Siehe: Mantra, Krsna-Caitanya und Nityananda


Yamuna (heute Yumna)

Heiliger Strom, entspringt im Himalaja und vereinigt sich bei Prayag (Allahabad) mit der Ganga (Ganges). Der Strom Yamuna spielt eine grosse Rolle in der Kindheitsgeschichte Sri Krsnas.

 

 

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Feinstoffliche Hülle

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