Sanskrit-Worte

S

Samsara

Die Wandelwelt, die vergängliche Welt des immer erneuten Geborenwerdens und Sterbens. Das Rad der Wiedergeburt, der Kreislauf von Geburt und Tod.


Sanskrit (samskrta)

Die Kult- und Kunstsprache des alten Indien. Von Sanskrit und Prakrit stammen Hindi, Bengali, Marathi, Gujarati und andere heute in Indien gesprochene Tochtersprachen des Sanskrit ab. Die Sprache Urdu, die von vielen Mohammedanern in Indien gesprochen wird, ist Hindi mit Beimengungen von persischen und arabischen Worten, nur die Schrift ist verschieden, sie wird von rechts nach links geschrieben wie das Hebräische und nicht von links nach rechts wie die indogermanischen Sprachen. Urdu bedeutet eigentlich Sprache der Basare und des Marktes.
Auch Pali, die heilige Sprache des südlichen Buddhismus ist eine Tochtersprache des Sanskrit. Und auch die alten historischen und kultischen Schriften in Burma, Siam usw. sind in Sanskrit verfasst. Der indische Kulturkreis erstreckte sich einst weit über die Länder Hinterindiens und die Inselwelt von Indonesien.
Die tamilischen Sprachen im Süden Indiens sind nicht Tochtersprachen des Sanskrit, aber stark mit Sanskrit durchsetzt.


Sakti

Die Macht (Energie oder Kraft) Gottes, von 'sak', können.

Man unterscheidet zwischen:
Cit-Shakti (Svarupa-Shakti),
Maya-Shakti (als Gesamtheit der äusseren Energie Gottes und in jedem Universum personifiziert durch Parvati, Durga, der Ehefrau Shivas) und
Tatastha-Shakti ( auch Jiva-Tattva genannt, die marginale Energie Gottes).

Bhakti-Shakti (Die Kraft der Liebe zu Gott. Eine Shakti Srimati Radharanis.)


Sankaracarya

Philosophischer Genius, etwa 800 nach Christus in Südindien geboren. Er überwand die Spaltung zwischen Hindus und Buddhisten, die Indien zerriss und führte die indischen Buddhisten wieder in die Gemeinschaft der den Veda anerkennenden Hindus zurück. Manche nennen seine Lehre "Buddhismus in Verhüllung". Die Essenz seiner Lehre: Das Brahman ist real. Das Weltall ist nicht real. Das Brahman und das innere Selbst (Atma) jedes Wesens sind eins. Die Sastras beschreiben ihn als Inkarnation Sivas, der kam, um den Veden wieder Anerkennung zu verschaffen.


Sarasvati

Einer der sieben heiligen Ströme Indiens. Die Sarasvati ist ein mit den irdischen Augen nicht sichtbarer Strom, der Strom der Weisheit. Man sagt, dass sich dieser unsichtbare Strom bei der alten heiligen Stadt Prayag oder Trivedi (heute Allahabad) mit den beiden anderen heiligen Strömen Indiens Ganga (Ganges) und Yamuna (Yumna) vereinigt.
Sarasvati heisst auch Sprache, Stimme, Gelehrsamkeit, es ist der Name der Göttin Weisheit, Sarasvati Devi, der Ehefrau Brahmas.


Sastra (Shastra)

Unter Sastras werden jene Texte verstanden, die als nicht menschlichen Ursprungs (apauruseya) gelten und die entsprechend Brhad-Aranyaka-Upanisad II,4.10 von Gott ausgeatmet wurden. Dazu gehören die vier Veden mit den Upanisaden, sowie der sogenannte 'fuenfte Veda', das sind die Itihasas (Chroniken) und die Puranas, ferner die Pancaratras und die Sutras. Ausserhalb dieser Sastras im eigentlichen Sinn stehen die Schriften späterer Meister, die zuweilen ebenfalls als Sastra bezeichnet werden.
Krsna sagt: "Wer die Anweisungen der Sastra missachtet und nach seinen eigenen Launen handelt (was jedem frei steht), erreicht weder das, was er sich erhofft, noch Glück, noch das höchste Ziel. Man sollte daher anhand der Beweisführung der Sastra lernen, was der Mensch tun und was er lassen soll. Wenn man diese Erklärungen kennt, sollte man so handeln, dass man allmählich erhoben wird." (Bhagavad-gita 16. 23-24) Siehe: Veda.


Siva

Auch Rudra, oder Mahadeva, d. h., der "grosse Gott", genannt, der Herr der Yogis, der den Schleier der Welt hinwegnimmt. Eine Teilerweiterung Visnus; er gilt als der grösste Bhakta Krsnas; von 'siva', selig, selig machend.


Sri

1. Reichtum, Heiligkeit, Reichtum an Liebe.
2. Beiname Laksmis, der Göttin des Reichtums.
3. Beiname Radhas.
4. Wort, das den Namen verehrungswürdiger Personen und Schriften vorangesetzt wird.

Sudra

Angehöriger der vierten der vier vedischen Gesellschaftseinteilungen. Handwerker, Arbeiter, Angestellte der drei anderen Gruppen. Siehe: Kastensystem.


Suka

Der Sohn Vyasadevas, der Sprecher (Sänger) des Bhagavata-puranas; wörtlich: Papagei. Suka sang nach, was ihm der Vater vorgesungen hatte.


Svami

Meister oder (Be)Herrscher seiner Sinne, auch Gosvami;
einer, der sein ewiges Selbst (sva) kennt;
einer, der das Selbst besitzt oder danach strebt, es zu besitzen;
ein Mönch, der den Drang des Redens, des Zornes, des Geistes, des Magens, des Genitals und der Zunge beherrscht.

 

 

A

B

C, D

Feinstoffliche Hülle

G

H, I, J, K

M, N

P, R

S

U, V, Y


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