Sanskrit-Worte

G

Ganga

Der heilige Strom Ganges. Er gilt als ein Tropfen aus dem "Ozean aller Ursachen" (in welchem Maha-Visnu liegt). Die Sastra sagt: der himmlische Ganges entspringt den Füssen Krsnas, sinkt herab auf das Haupt des in Meditation versunkenen Siva und gibt diesem seine Kraft, er durchflutet dann entsühnend die Erdenwelt, sinkt noch tiefer herab und erquickt auch die unteren Welten der Asuras.
Es ist nicht das physische Wasser gemeint, sondern das transzendentale Wasser, das unsichtbar dem physischen Wasser zugrunde liegt.


Gauranga, Gaura, Gaurahari

Siehe Krsna-Caitanya


Gopis

Die Hirtinnen in Vrndavana, die ewigen Gefährtinnen Krsnas; Bhaktas höchsten Ranges.
Die Gopas, Hirten und die Gopis werden als die ewigen Gefährten Krsnas angesehen, die mit Ihm aus Seinem inneren Reich zur Erde herabgestiegen sind und zur Zeit Caitanyas nochmals mit Ihm hinabstiegen.

- Worte Krsnas zu Arjuna aus dem Adi-purana: "Arjuna, um dir die Wahrheit zu sagen: Die Gopis sind Mein Ein und Alles, Gefährtinnen und Geliebte. Sie umhegen Mich wie Gurus, sie dienen Mir wie Schüler, sie sind Gegenstand Meines Genusses, Freunde sind sie und Frauen, und was sind sie nicht noch! Sie kennen das Fühlen Meines Herzens. So wie sie, o Arjuna, kennt Mein innerstes Wesen niemand."

Über die Liebe der Gopis (aus dem Caitanya-caritamrta): "Die Liebe der Gopis ist reine fleckenlose Gottesliebe, niemals Lust. Liebe und Lust haben vollkommen verschiedene Eigenschaften, ebenso wie Eisen und Gold ihrem Wesen nach verschieden sind. Das Ziel von Lust ist lediglich selbstische Einung mit dem Gegenstand der Lust, während es das Motiv der mächtigen Prema (der Gottesliebe) ist, allein Krsna (Gott) zu erfreuen. Alles haben sie aufgegeben und dienen liebend Krsna."


Gunas

Die 3 Erscheinungsweisen der materiellen Energie, der Maya-sakti.

1. Sattva: Tugend, Reinheit.
2. Rajas (Rajah): Leidenschaft; das aktive, rastlose Prinzip.
3. Tamas (Tamah): Unwissenheit, Trägheit oder Dunkelheit.


Guru

Der geistige Lehrer oder Meister, von 'guru', schwer, bedeutend, ausgezeichnet.
Der wahre Guru, der sehr schwer zu finden ist, gilt den Bhaktas als erste Offenbarung Gottes, die dieser dem aufrichtigen Gottsucher zuteil werden lässt.
Der echte Guru führt den Schüler vom Leid der Ich-Bezogenheit zur Seligkeit der Krsna- (Gott-) Bezogenheit.

"Man sollte wissen, dass der anweisende Guru (Siksa-guru) der direkte Vertreter Krsnas ist. Sri Krsna manifestiert Sich in zwei Formen: Als die im Innern weilende Überseele (Antaryami, Paramatma) und als der beste Bhakta." (Caitanya-caritamrta I, 1. 47)

Es ist Krsna Selbst, der Sich dem neuen Gottgeweihten durch einen reinen, ergebenen Bhakta offenbart.
Rein bedeutet in diesem Zusammenhang: Rein im Vorhaben; keine anderen Absichten (direkt oder indirekt) zu verfolgen als Krsna liebevoll dienend zu erfreuen und diese liebevoll dienende innere Haltung anderen weiterzuvermitteln. Von der materiellen Seite her betrachtet, mag ein solcher Bhakta Fehler begehen. Mit Reinheit des Herzens ist also nicht Fehlerlosigkeit gemeint, sondern allein die innere Absicht, das innere Streben, einzig und allein Krsna erfreuen zu wollen.

 

 

A

B

C, D

Feinstoffliche Hülle

G

H, I, J, K

M, N

P, R

S

U, V, Y


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