Sanskrit-Worte

A

Ahamkara

Siehe: Feinstoffliche Hülle.


Asura

Das Wort 'Asura' wird häufig mit 'Dämon' übersetzt. Es bedeutet jedoch:
1) Keine innere Haltung haben und nur von ständig wechselnden Trieben und Lüsten hin- und hergeschleudert zu werden.
2) Nicht auf die Sastras (vedische Schriften) und nicht auf Gott ausgerichtet oder gestützt zu sein.
Asura heisst auch ohne Sonne, ohne Licht (Gottes). Asuras sind also atheistische Wesen ohne Leuchten, ohne Sonne. Siehe: Deva.


Atma (Atman)

Das Selbst, die ewige unzerstörbare innere Gestalt jedes Wesens.
Atma wird häufig mit 'Seele' bersetzt. Die westliche (oft auch die christliche), von der Psychologie beeinflusste Denkweise, meint mit dem Begriff 'Seele' die feinstoffliche oder die psychische Struktur des Lebewesens. Daher auch der Ausspruch: "An der Seele erkrankt". Mit dem Begriff Atma ist jedoch nicht dieser veränderliche Stoff der feinen Materie gemeint. Atma bezieht sich einzig auf die ewige und unveränderliche innerste Identität. Es ist dieses innerste unzerstörbare Ich, das von den feinstofflichen Hüllen (Manah: Denken, Fühlen, Wollen; Buddhi: Intelligenz; Ahankara: Falsches Ego) und dem grobstofflichen Körper eingekleidet und bedingt wird. Es ist auch der Atma, der diesen Hüllen ein scheinbares Leben verleiht.
Wenn in deutschsprachigen Bhakti-Schriften, die nicht den Sanskritbegriff 'Atma' verwenden, von Seele, Geistesseele oder spiritueller Seele gesprochen wird, bezieht sich das immer auf die Definition des Atma.


AUM oder Om (Omkara)

Die Ursilbe.
Die Laute A und U verschmelzen sehr oft zu dem Laut O. Gesungen klingt die Silbe stets AUM. Die ganze Silbe bedeutet den vierten Zustand, den sogenannten Turiya-Zustand, das ist ein Zustand der Vollwachheit, welcher Wachen und Träumen und Schlafen durchdringt, zu dem sich unser Wachen bloss wie ein Traum verhält.
"Die Silbe Om ist das 'grosse Wort', der Ursprung der Veden, von der Natur Gottes, aller Welten Heim." (Krsna-Caitanya im Caitanya-caritamrta)
Die Silbe 'Om' wird von Caitanya-Bhaktas auch der Same des Namens Krsna genannt. Der Name selbst wird mit dem vollerblühten Baume verglichen.
Om repräsentiert auch das unpersönliche Brahman, das von den Brahmavadis (oder Mayavadis) als das höchste Ziel betrachtet wird.


Avatara

Wörtlich: Der Herabsteigende, eine in die Welt herabgestiegene Gestalt Gottes.
Diese Gestalten Gottes nehmen keine vergängliche materielle Hülle an. Avatara wird oft mit "Inkarnation" (Fleischwerdung) übersetzt. Gott macht jedoch einfach nur Seine ewige unzerstörbare Gestalt für eine bestimmte Zeit den materiellen Augen sichtbar. Durch das Wirken Seiner Yogamaya-Kraft erscheint Er den Menschen wie seinesgleichen, mit einer Hülle aus Fleisch und Blut, und nur diejenigen können Ihn erkennen, denen Er die entsprechende Sicht gibt.

Krsna sagt: "Den Toren und unintelligenten Menschen (all jene, die vergängliche Ziele in einer vergänglichen Welt verfolgen) offenbare Ich Mich niemals. Für sie bin Ich von Meiner inneren Energie (Yogamaya) bedeckt, und deshalb wissen sie nicht, dass Ich ungeboren und unfehlbar bin." (Bhagavad-gita 7.25)

Daneben gibt es noch die 'Sakti-Avesa-Avataras', das sind grosse Gottgeweihte, die von einer bestimmten Kraft (Sakti) Gottes erfüllt sind, um in Seinem Dienst eine bestimmte Mission zu erfüllen. Avatara bezieht sich immer auf Gott Selbst oder Seine Kraft, die herabsteigt und durch einen von Gott ausgewählten Atma zum Ausdruck kommt.

 

A

B

C, D

Feinstoffliche Hülle

G

H, I, J, K

M, N

P, R

S

U, V, Y


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